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Schwangerschaftstest - positiv! Was nun?

  • lydiaspengler
  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 22 Stunden

Herzlichen Glückwunsch! 

Ein positiver Schwangerschaftstest ist für viele ein unvergesslicher Moment. Vielleicht hast du lange darauf gewartet und bist überglücklich. Vielleicht kam die Nachricht überraschend und du fühlst dich noch unsicher und weißt nicht wohin. Ganz gleich, welche Gefühle dich gerade begleiten – sie sind alle völlig in Ordnung.

Die ersten Tage und Wochen einer Schwangerschaft bringen oft viele Fragen mit sich. Mit diesem Beitrag möchte ich dir einen kleinen Wegweiser für die erste Zeit an die Hand geben.


Kleiner Wasserfall im moosigen Waldbach, Wasser fließt über Steine, gelbe Blumen, warmes Morgenlicht.

1. Erst einmal tief durchatmen

Du musst nicht sofort alles wissen oder organisieren. Dein Körper leistet bereits jetzt Erstaunliches. Gönn dir einen Moment, um diese besondere Nachricht auf dich wirken zu lassen.


2. Vereinbare einen Termin bei deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt

In den ersten Schwangerschaftswochen wird die Schwangerschaft bestätigt und geschaut, ob sie sich gut entwickelt. Dort erhältst du auch deinen Mutterpass, sobald die Schwangerschaft sicher nachgewiesen werden kann.


Falls du nicht sofort einen Termin bekommst, musst du dir in den meisten Fällen keine Sorgen machen. Viele Frauenärztinnen und Frauenärzte vergeben den ersten Termin bewusst erst ein bis zwei Wochen später. Der Grund dafür ist ganz einfach: In den ersten Schwangerschaftswochen insbesondere vor der 5. bis 6. Schwangerschaftswoche  lässt sich im Ultraschall häufig noch nicht viel erkennen. Manchmal ist lediglich eine kleine Fruchthöhle sichtbar, und auch eine Herzaktion kann zu diesem Zeitpunkt noch völlig normalerweise fehlen. Mit einem etwas späteren Termin kann die Schwangerschaft meist eindeutiger beurteilt werden und unnötige Verunsicherung wird vermieden.

Wichtig: Solltest du jedoch starke Schmerzen, frische Blutungen oder andere Beschwerden haben, wende dich bitte umgehend an deine Frauenärztin, deinen Frauenarzt oder eine gynäkologische Klinik.


3. Suche dir frühzeitig eine Hebamme

Viele Frauen wissen nicht, dass Hebammen oft schon sehr früh in der Schwangerschaft begleiten – und nicht erst nach der Geburt.


Je nach Region sind Hebammen oft schon Monate im Voraus ausgebucht. Besonders rund um beliebte Geburtszeiten sowie Ferien- und Feiertage wie Sommerferien, Weihnachten oder den Jahreswechsel kann das Betreuungsangebot eingeschränkt sein. Auch Hebammen möchten diese besonderen Tage gelegentlich mit ihren Familien verbringen oder ihren wohlverdienten Urlaub genießen.

Selbst wenn dein errechneter Geburtstermin noch weit entfernt scheint, ist eine frühzeitige Anfrage daher sinnvoll. So steigen die Chancen, eine Hebamme zu finden, die dich während der Schwangerschaft und im Wochenbett begleiten kann.


Keine Sorge, wenn du noch keine Hebamme gefunden hast. Es lohnt sich trotzdem, weiter anzufragen. Manchmal werden kurzfristig Kapazitäten frei oder Kolleginnen können passende Empfehlungen geben. Frage auch mal in deiner Wunscklinik nach, oft haben Kolleginnen eine interne Whatsapp-Gruppe wo sie sich noch austauschen können.


4. Achte gut auf dich

Schon kleine Veränderungen können jetzt einen großen Unterschied machen:

  • Nimm täglich Folsäure ein.

  • Verzichte auf Alkohol, Nikotin und Drogen.

  • Ernähre dich ausgewogen und abwechslungsreich.

  • Bewege dich regelmäßig ganz ohne Leistungsdruck.

  • Höre auf deinen Körper und gönne dir ausreichend Pausen.

Perfekt musst du dabei nicht sein. Dein Körper zeigt dir oft selbst, was er gerade braucht.


5. Beschwerden gehören häufig dazu

Übelkeit, Müdigkeit, Brustspannen oder Kreislaufprobleme sind besonders in den ersten Wochen ganz normal.


Gib dir Zeit, höre auf deinen Körper und erwarte nicht zu viel von dir. Wenn dich Beschwerden oder Unsicherheiten belasten, hole dir Unterstützung. Du musst diese Zeit nicht alleine meistern es gibt viele Möglichkeiten, dich gut zu begleiten und zu entlasten.


6. Vertraue deinem Gefühl

Jede Schwangerschaft ist einzigartig. Vergleiche dich nicht mit anderen und lass dich nicht von den vielen Informationen im Internet verunsichern.

Wenn dich etwas beschäftigt, frage nach. Es gibt keine unwichtigen Fragen und manchmal reicht schon ein Gespräch, um wieder Sicherheit zu gewinnen.


6. Du bist nicht allein

Eine Schwangerschaft ist der Beginn eines ganz besonderen Lebensabschnitts. Sie bringt Freude, Vorfreude und unvergessliche Momente mit sich manchmal aber auch Fragen, Unsicherheiten oder Sorgen.

All diese Gefühle dürfen ihren Platz haben.

Niemand muss diesen Weg alleine gehen. Frauenärztinnen und Frauenärzte, Hebammen sowie das persönliche Umfeld können in dieser Zeit wertvolle Begleiter sein. Scheue dich nicht, Fragen zu stellen oder Unterstützung anzunehmen. Oft reicht schon ein offenes Gespräch, um neue Sicherheit und Vertrauen zu gewinnen.



Zum Schluss noch etwas Wichtiges: Vertraue auf deinen Körper und gib dir die Zeit, die du brauchst. Jede Schwangerschaft verläuft anders und genau das macht sie so besonders. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“, sondern deinen ganz eigenen Weg.




 
 
 

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